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Totentanz. Ein Konzert des Ensembles Grenzklang

13. November 2021 @ 19:00 - 20:30

„Vanitas vanitatum et omnia vanitas“. Überall Vergänglichkeit. Für die Menschen des 16. und 17. Jahrhunderts war die Vergänglichkeit alles Irdischen allgegenwärtig. Pest-Epidemien, klimatische Veränderungen und die Verheerungen des 30-jährigen Krieges prägten jene leidvolle Zeit der grossen Umwälzungen. Die Allgegenwart des Todes durchdrang jeden Bereich des menschlichen Lebens und nicht zuletzt auch die Kunst jener Zeit. Totentanz-Darstellungen erlebten eine neuerliche Blüte und der gregorianische Hymnus „Media vita in Worte sumus“ („Mitten im Leben sind wir im Tod“) wurde von unzähligen Komponisten aufgegriffen. In diesen Werken äussert sich der Schmerz einer ganzen Epoche, ebenso wie der dringliche Wunsch nach Erlösung.
Unser Programm spannt einen Bogen von der Renaissance in die Gegenwart. „Media Vita“-Vertonungen“ von Orlando di Lasso und Henri Dumont treffen auf Leonhard Lechners aphoristische „Deutsche Sprüche vom Leben und Tod“, Trauergesänge des Frühbarock, sowie Instrumentalstücke für Blockflöte und Orgel. Kommentiert werden diese historischen Werke von einer zeitgenössischen Totentanz-Musik aus der Feder des Chorleiters Moritz Achermann.

Besetzung
Chor „Suppléments musiceaux“, Leitung: Moritz Achermann
Sabina Weyermann – Blockflöten
Rainer Walker – Orgel
Sabina Weyermann 2020
GRENZKLANG – Totentanz

Die Ereignisse der aktuellen Zeit drängen gerade dazu, über Vergänglichkeit nachzudenken. Im zeitigen Frühjahr 2020 schon geahnt, wird je länger je mehr gewiss, dass wir uns in einem grossen Umbruch befinden. Die ergreifenden Kompositionen zu Vanitas und Totentanz aus unterschiedlichen Zeiten helfen, das Überwältigende der aktuellen Zeit in einen grösseren Kontext zu stellen und bieten unmittelbar Trost. Wir möchten ein Ereignis schaffen, das mehr will als Ablenkung und Unterhaltung für die Dauer eines Konzerts. Die bewusst spärliche Beleuchtung, vorwiegend mit Kerzen realisiert, hilft mit, in der Zeit vor dem Advent einen Moment der Einkehr und Kontemplation zu schaffen. Die Zusammenarbeit des vielseitigen Berner Musikers, Sängers, Musikwissenschaftlers und Komponisten Moritz Achermann mit Grenzklang hat sich bereits mehrfach bewährt. Unvergessen bleiben das Weihnachtskonzert im Schloss Thunstetten und die Aufführung in Obergesteln mit seinem Chor „Suppléments musiceaux“. Aktuell ist es die Adaption des Bach‘schen Weihnachtsoratoriums für eine Aufführung in Coronazeiten mit der Besetzung Akkordeon, Blockflöte, Querflöte, Orgel und Violone.
Die Kombination von Ernsthafigkeit und jugendlicher Frechheit, der Entdeckerlust und der puren Freude am Klang, der Musik für den Augenblick, machen die Aufführung mit Moritz Achermann und seinem Chor „Suppléments musiceaux“ stets zu einem singulären, eindrücklichen Erlebnis.
Begleitet wird der Chor von Grenzklang in Kleinstbesetzung: Sabina Weyermann, Blockflöte und Rainer Walker, Tasten, sind die Gründer der Kulturinitiative aus dem Oberaargau und für Überraschungen bekannt. Neben den einfach schönen Programmen mit barocker Musik verwirklichen sie Aufsehen erregende Veranstaltungen und scheuen sich zum Beispiel nicht, Schwyzerörgeli mit einem Barockorchester zu kombinieren, um für eine Trachtengruppe aufzuspielen.

Moritz Achermann (*1991) studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Bern bevor er 2016 in die Gesangsklasse von Kai Wessel an der Hochschule der Künste Bern eintrat. Er arbeitet als Chorleiter, Theatermusiker und Komponist und schreibt Texte für Musikfestivals und Konzertveranstalter. Er ist Co-Leiter der Theatergruppe des Gymnasiums Neufeld und war als Musiker in Theaterproduktionen am Stadttheater Bern, am Theater Biel-Solothurn und in der freien Szene engagiert. Moritz Achermann dirigiert das von ihm gegründete Vokalensemble Suppléments musicaux, mit dem er 2014 den Jugendpreis der Burgergemeinde Bern gewann, den Chor Laltracosa, den Berner Generationenchor, das Kammerorchester Campo fiorente und betätigt sich als Sänger, DJ und Performer.
GRENZKLANG – Totentanz
Sabina Weyermann Die in Leimiswil, Kanton Bern aufgewachsene Musikerin studierte nach dem LehrerInnenseminar in Langenthal an der Schola Cantorum Basiliensis Blockflöte bei Katharina Bopp Becking. Gleichzeitig studierte sie Barockoboe bei Michel Piguet und Carole Wiesmann und Katharina Arfken. Sie wirkt in verschiedenen Barockorchestern und Kammermusikformationen mit. Neben ihrer Konzerttätigkeit mit Barockoboe und Blockflöte unterrichtet Sabina Weyermann und ist Stv. Schulleiterin an Oberaargauischen Musikschule. Sie ist Mitgründerin des Vereins Grenzklang, einer Kulturinitiative mit vorwiegend Alter Musik im äussersten Zipfel des Kantons Bern.
An der Hochschule der Künste in Bern studierte sie Projektmanagement, Leadership und absolvierte ein Praktikum bei der Musikvermittlerin Barbara Balba Weber.
Rainer Walker – Orgel und Cembalo. Seit 2015 ist der Oberwalliser Rainer Walker Hauptorganist der berühmten Bossard-Orgel in der ehemaligen Klosterkirche St. Urban. Die Orgel ist das Hauptinstrument dieses Musikers. Nach Studien in Bern und Fribourg erreichte er das Lehr- und das Konzertdiplom. Heute pflegt Walker ein breites Repertoire, das von Renaissancemusik bis zu zeitgenössischer Orgelmusik reicht. Bearbeitungen von Opernouvertüren, frei interpretierte Tänze und thematisch inspirierte Improvisationen erweitern das Standard-Repertoire. Regelmässig gibt Walker auch Orgelkonzerte in seinem Heimatkanton. Unter anderem in der Gemeinde Mörel, dem Wohnort seiner Eltern und auf der Kollegiumsorgel Brig. Walker leitet seit 2005 die Musikschule in Langenthal und ist Mitinitiant des Vereins Grenzklang, lebt mit seiner Familie in Melchnau.

Der Verein Grenzklang ist ein Kulturprojekt im Raum Oberaargau/Luzerner Hinterland und wurde am 16. August 2016 in Melchnau BE gegründet. Seit 2018 ist der Sitz des Vereins in Langenthal 2018. Ziel des Vereins ist es, Veranstaltungen mit Alter Musik zu organisieren und durchzuführen. Zur Zeit hat der Verein 65 Mitglieder. Der Verein will in der genannten Region die Alte Musik einem interessierten Publikum zugänglich machen sowie zu einem vielfältigen Kulturleben beitragen. Seine Gründungsmitglieder Sabina Weyermann und Rainer Walker und neu Nadja Camichel sind auf Alte Musik spezialisierte, professionelle Musiker*innen. Ihr Wissen und Können haben sie sich durch Studium, Weiterbildung und langjährige Praxis erarbeitet und stehen aktiv im Konzertleben, sowohl als Solistinnen und Solisten wie Mitglieder verschiedener Ensembles. Aus der ursprünglich Idee, qualitativ hochstehende Konzerte in kleiner Besetzung in der genannten Region zu veranstalten, entwickelte sich schnell ein grösseres Unterfangen. Das Knowhow und Netzwerk der Gründer*innen kann genutzt werden und Grenzklang konzertiert nun mit Chören und Eigenproduktionen zwischen Basel, Zürich, Bern, Luzern, Solothurn und im Wallis.

Details

Datum:
13. November 2021
Zeit:
19:00 - 20:30
Veranstaltungskategorien:
,
Website:
www.grenzklang.ch

Veranstalter

ensemble grenzklang
Website:
www.grenzklang.ch

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